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Hier sind die häufigsten Fragen, die von Kunden gestellt werden. Wenn Sie weitere Fragen haben, bitte kontaktieren Sie uns. Warum interkulturelles Training ? Was ist eigentlich die Bedeutung von Kultur? Warum ist interkulturelle Kommunikation anders als Kommunikation an einem normalen Arbeitsplatz?
Kann ein zweitägiges Trainingsseminar Änderungen im Denken und Verhalten der Teilnehmer herbeiführen? Natürlich! Dieses gesteigerte Bewusstsein wird durch Vorträge, Gruppendiskussionen, Fallstudien und Rollenspiel herbeigeführt. Die Teilnehmer erwerben in zwei Tagen nicht nur kognitives Wissens, sondern beginnen auch, emotional zu erleben, was interkulturelle Kompetenz bedeutet. Warum interkulturelles Training ? Laut einer Untersuchung über die Gründe, weshalb internationale Joint-Ventures oft scheitern, waren nur 30% der Mißerfolge überraschenderweise auf Probleme bei Planung, Technologie, Finanzen etc. zurückzuführen, die die sogenannten "harten" Faktoren eines Geschäftes sind. Sieben von zehn Mißerfolgen gingen nachweislich direkt auf die Verhaltensweise der Geschäftsleitung zurück - die sogenannten "weichen" Faktoren. Was ist eigentlich die Bedeutung von Kultur? Kultur ist ein System von Annahmen, Werten und Bedeutungen einer bestimmten Gruppe, die ihnen hilft, mit den Problemen des täglichen Lebens umzugehen. Mit anderen Worten, Kultur ist "die kollektive Progammierung des Geistes". Ab dem Tag Ihrer Geburt lernen Sie ein kulturelles System. Wenn Sie ein junger Erwachsener sind, ist dieser "Sozialisations"-Prozess so tief in unserem Geist verwurzelt, dass wir uns nicht bewusst sind, wie die Macht der Kultur unsere Wahrnehmungen und unser Verhalten beeinflusst. (Europäer verwechseln oft die obige Definition mit einer anderen, das heißt "Kultur ist die Verbesserung oder Verfeinerung des Geistes, von Gefühlen, Manieren, etc". Es ist genau diese Definition, die benutzt wird, wenn Europäer die stereotype Aussage machen, "Die Amerikaner haben überhaupt keine Kultur!") Warum ist interkulturelle Kommunikation anders als Kommunikation an einem normalen Arbeitsplatz? Nehmen wir an, Sie sind Deutsche(r) und arbeiten in einer deutschen Firma. Aufgrund Ihrer Erziehung, teilen Sie automatisch - und unbewusst - viele gemeinsame Werte und Annahmen mit Ihren Kollegen. Das sind gesellschaftliche Reflexe und sie beeinflussen alles - von Ihrer Grundeinstellung und Ihrem Verhalten bis zu Gesichtsausdruck und Körpersprache (Gestik) und Ihrer Wortwahl. Wenn Sie aber in einer amerikanischen Umgebung wären, würden Sie nicht dieselbe Muttersprache teilen, es wären auch Ihre Vorstellungen, wie man richtig kommuniziert, "falsch". Zum Beispiel ist es ganz normal, in Deutschland zu Ihrem Kollege sehr direkt zu sagen, "Sie machen die Arbeit ganz falsch und verkehrt." Es wird nicht persönlich genommen, weil man in Deutschland davon ausgeht, dass Fehler "klipp und klar" angesprochen werden müssen. Die meisten Amerikaner würden jedoch defensiv reagieren, wenn Kritik so direkt ausgeübt wird. Sie sollte vielmehr indirekt und mit der Möglichkeitsform ausgesprochen werden. (If I may say so, I believe that you are making a mistake). Ein anderes Beispiel: die Deutschen verstehen nicht, warum ein amerikanischer Chef seinen Mitarbeitern ständig Komplimente macht - "Bob, that was a job well done!". Für den normalen Deutschen wäre es sogar ungewöhnlich, die Arbeit nicht richtig zu machen. Wenn Deutsche und Amerikaner sich nicht dieser verschiedenen Kommunikationsstile nicht bewusst sind, ist es beinahe programmiert, dass Zusammenarbeit in einem gemeinsamen deutsch-amerikanischen Projekt mit Spannungen und unproduktiven Beziehungen belastet wird. Amerikaner und Deutsche scheinen so ähnlich zu sein. Warum gibt es so viele interkulturelle Probleme? Trotz der massiven Einwanderungswellen von Italienern, Polen, Russen, Afrikanern, Mexikanern und Asiaten hat die amerikanische Kultur ihre angelsächsischen Wurzeln behalten. Und die Hälfte des Wortes "sächsisch" deutet auch auf deutsche Wurzeln hin. Dies bedeutet, dass Amerikaner und Deutsche viele Werte teilen. Beide Kulturen sind pragmatisch und tendierten dazu, die meisten Dinge in einer monochromen Art zu betrachten. "Monochronik" zu sein bedeutet, sich nur auf eine Aktivität zu konzentrieren. Die zwei Kulturen legen hohen Wert darauf, pünktlich, direkt und ehrlich zu sein. Wegen dieser gemeinsamen Züge erwarten Deutsche und Amerikaner, dass sie ähnlich denken und sich verhalten. Das Problem ist, das sie sich gar nicht ähnlich sind. Interkulturelle Trainer nennen dieses Phänomen "die Falle der Ähnlichkeit". Ein Beispiel, wie unterschiedlich Deutsche und Amerikaner denken - und wie wichtig diese Unterschiede sein können - ist der Begriff "Manager". Amerikaner glauben, dass ein Manager die Aufgaben verteilt, die Qualität kontrolliert, das Personal motiviert und sichergeht, dass die Arbeit des Personals richtig gemacht wird. Deutsche erwarten dagegen, dass der Manager die Aufgabe verteilt und dann eine "Hände weg"-Politik betreibt. Das heißt, deutsche Manager sehen keinen Grund, das Personal zu motivieren oder sogar zu beaufsichtigen; sie nehmen an, dass die Arbeit auch ohne Rippenstöße gut gemacht wird. Abläufe haben ordentlich zu funktionieren und sollen ohne Widerspruch ausgeführt werden. Die Angestellten erhalten detaillierte Informationen über alles, was mit der Aufgabe zusammenhängt. Wenn es ein Problem gibt, wird vom Angestellten erwartet, dass er es selbständig löst. Wenn jemand sie "motivieren" wollte, würde dies als Beleidigung ihres beruflichen Stolzes angesehen. Weil dieser einfache Begriff "Manager" nicht verstanden wurde (und kein interkulturelles Training durchgeführt wurde), war der Versuch der Volkswagen AG, ein Fahrzeugwerk für den "Rabbit" (= "Golf") in den frühen achtziger Jahren in Pennsylvania aufzubauen, ein spektakulärer Fehlschlag, der das Unternehmen über eine Milliarde DM kostete. Die deutschen Manager nahmen fälschlicherweise an, dass ein amerikanischer Fabrikarbeiter dieselbe Art von Grundausbildung hätte wie ein deutscher. Aber die amerikanischen Autoarbeiter sind nicht so gründlich ausgebildet, da es kein duales System in den USA gibt. Sie sind überrascht, dass sie die Initiative ergreifen sollen und sind oft verwirrt, dass die Probleme ihre Verantwortung sind und sie diese selbst lösen müssen. Fließbandarbeit wird als die niedrigste Beschäftigung betrachtet, wenngleich sie gut bezahlt wird. Das Ergebnis: die amerikanischen Arbeiter fühlten sich von ihren deutschen Managern "ignoriert" und waren darauf bedacht, so wenig wie möglich zu tun. Nach vier Jahren war die Qualität der Produktion so schlecht, dass man die Fabrik schließen musste. Fünfzehn Jahre
später sind die Bestrebungen Walmarts, in Deutschland Fuß zu
fassen, auf heftige interkulturelle Probleme gestoßen. Amerikanische
Manager, die kein Wort deutsch sprachen und keine Ahnung von der deutschen
Geschäftswelt hatten, wurden nach Deutschland geschickt, um Walmart
Deutschland zu leiten. Sie kauften sofort eine Kette von Lebensmittelmärkten
und wandelten sie in Walmart Stores um. Da sie kein Gefühl für
den deutschen Immobilienmarkt hatten, haben sie laut Manager Magazin,
doppel so viel bezahlt, was sie eigentlich hätten bezahlen müssen.
Sie haben auch darauf bestanden, amerikanischen Methoden auf ihre deutschen
Angestellten und Kunden anzuwenden. Die Kollision zwischen amerikanischen
und deutschen Geschäftsphilosopien führten zu vielen Spannungen.
Letztendlich wurden die amerikanischen Eine letzte Bemerkung bezüglich des Begriffs trap of similarity, und zwar geht es um "die Perversität der Sprachbeherrsung". Im Großen und Ganzen sind die Deutsche bei Umgang mit fremden Sprachen, besonders Englisch, gut. Darüber hinaus, aufgrund amerikanischer Filme, ganz zu schweigen von Popmusik, verstehen die Deutschen sowohl "King's English" als auch "U.S. slang". Aber, wenn man John Wayne imitieren kann, bedeutet das bei weitem nicht, dass dieses Talent aus Ihnen einen Cowboy macht. Viele Deutsche leben und arbeiten in den USA und ihr Englisch hört sich nicht so "fremd" als vielmehr ein bisschen Britisch an, oder wie eine Andeutung von Yale- oder Harvard-Ausbildung. Trotzdem bleibt man deutsch in seiner Art zu denken und sich zu verhalten. Es ist unwahrscheinlich, dass Deutsche auf die Schulter schlagen, wenn sie die Hände schütteln, und sie werden vermutlich zusammensinken, wenn ein Amerikaner sie auf den Rücken schlägt, während man über einen guten Witz lacht. Wenn Deutsche lachen, müssen sie den Witz nicht besonders gut finden. |